Vollelektrisch mit den Leipziger Verkehrsbetrieben unterwegs

E-Buslinie 89 gestartet

Pressemitteilung /

Vollelektrisch und damit emissionsfrei sind ab heute die Kundinnen und Kunden der Leipziger Verkehrsbetriebe auf der Buslinie 89 unterwegs. Mit der E-Buslinie 89 testen die Verkehrsbetriebe für ein Jahr einen vollelektrischen Bus im Linienbetrieb. Mit einem zweiten Fahrzeugmodell im Sommer fährt ein weiteres Fahrzeug auf Buslinie 89 vollelektrisch und bedient somit die Innenstadt und das Musikviertel. Begleitet wird das Projekt durch das Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme.

"Unsere wachsende Stadt steht vor besonderen Herausforderungen, die wir gemeinsam mit den Leipziger Verkehrsbetrieben nachhaltig lösen wollen. Mit einem Stadtratsbeschluss haben wir uns verpflichtet, Leipzig als Stadt der intelligenten Mobilität weiter zu entwickeln. Elektromoblität ist hier ein wichtiger Schlüssel, um schon heute die Weichen für morgen zu stellen", so Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Ziel des Projektes "eBus Batterfly" ist der Test von zwei Batteriebussen mit unterschiedlich großen Batteriespeichern auf der Buslinie 89 und der zukunftsweisenden Technologie im Linienbetrieb. Der nun zum Einsatz kommende Bus hat eine 86 kWh große Batterie. Das zweite Fahrzeug, das im Sommer auf der Linie 89 zum Einsatz kommt, hat eine 133 kWh große Batterie.

"Bereits seit 120 Jahren sind wir in Leipzig elektromobil unterwegs. Die Leipziger Verkehrsbetriebe und die Leipziger Gruppe haben darüber hinaus die verschiedensten Innovationsprojekte auf den Weg gebracht. Hier wollen wir Erfahrungen sammeln, dazu gehört es auch aus Fehler zu lernen, und kontinuierlich weiter zu machen. Die Unternehmen der Leipziger Gruppe sind hier gern Motor Pressemitteilung Seite 2 von 2 für die Leipzigerinnen und Leipziger, denn wir wollen die Stadt lebenswerter machen", Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.

In dem Praxistest werden die technische Reife der Busse sowie die Eignung für den Linienbetrieb bewertet. Dabei sollen die tatsächlichen Energieverbräuche gemessen werden, ein mögliches elektrisches Busnetz der Verkehrsbetriebe modelliert und die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Mit dem Einsatz von zwei EBussen auf der geplanten Linienführung können die Verkehrsbetriebe bis zu 56 Tonnen pro Jahr an frei werdendem Kohlendioxid vermeiden.

"Bereits in Dresden konnten wir gute Erfahrungen sammeln. Durch den Linientest in Leipzig erhoffen wir uns nun vertiefende Erfahrungen. Unsere Wissenschaftler arbeiten deswegen eng mit den Verkehrsbetrieben und Projektpartnern an diesem Projekt", so Dr. Thoralf Knote vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI.

Insgesamt erbringen die Elektrobusse eine Tagesfahrleistung von 180 bzw. 230 Kilometern. Zum Laden der Busse wurde an der Abfahrtshaltestelle der Buslinie in Connewitz sowie auf dem Busbetriebshof die technische Infrastruktur geschaffen.

"Neben der Wirtschaftlichkeit sind wir vor allem auf die Akzeptanz durch die Leipzigerinnen und Leipziger gespannt. 12 Prozent unserer Busflotte fahren seit 2011 bereits mit Hybridfahrzeugen. Der Einsatz des Elektrobusses ist nun ein weiterer Schritt, um noch mehr für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Steigerung der Lebensqualität in einer pulsierenden Stadt zu tun.", Ronald Juhrs, Geschäftsführer Technik und Betrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

"Mit diesem Projekt gehen wir als Leipziger Gruppe einen weiteren Schritt in eine elektromobile Zukunft. Mit den verschiedensten Projekten treiben die Leipziger diese Entwicklung weiter voran", so Volkmar Müller, Geschäftsführer der Leipziger Stadtholding.

 

Die Leipziger Verkehrsbetriebe sind ein Unternehmen der Leipziger Gruppe.